Hinweise zum Umgang mit der Covid19-Pandemie

Parodontologie

Wie lässt sich Zahnfleischbluten vermeiden?

Paradontitis – es fängt oft harmlos an


Was bedeutet eigentlich Parodontitis?

Die Parodontitis (früher Parodontose genannt) zählt heutzutage ebenso wie Karies zu den Volkskrankheiten. Dabei handelt es sich um eine sehr heimtückische Erkrankung, da sie anfangs meist schmerzfrei verläuft und dadurch oft zu spät erkannt wird. Die Krankheit wird durch Bakterien verursacht, die Giftstoffe produzieren und damit zu einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) beitragen. Meist bemerkt man das nur durch ein leichtes Zahnfleischbluten. Besteht so eine Entzündung über einen längeren Zeitraum, ziehen sich Zahnfleisch und Kieferknochen als Abwehrreaktion nach und nach zurück. Das führt zu freiliegenden Zahnhälsen und zu der Ausbildung von sogenannten Zahnfleischtaschen zwischen Kieferknochen und Zahn. Das sind ideale Nischen, die für die häusliche Mundhygiene nicht mehr zugänglich sind, in denen sich dann noch mehr Beläge und Bakterien festsetzen. So entwickelt sich also ein Teufelskreis, der dafür sorgt, dass der Knochen immer weiter schwindet. Im Endstadium der Erkrankung lockern sich dann die Zähne durch den fehlenden Knochen und fallen schließlich irgendwann aus.


Wie kann ich verhindern, dass bei mir Parodontitis entsteht?

Auch hier heißt es: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Deshalb erheben wir im Rahmen der Erstuntersuchung und dann während der Kontrolluntersuchungen alle zwei Jahre den sogenannten Periodontal Screening Index (kurz PSI) bei Ihnen. Dabei inspizieren wir den Zustand des Zahnfleischs und können so eine beginnende Parodontitis oder das Risiko, eine zu entwickeln, rechtzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten.

Aber auch Sie können aktiv zur Vermeidung beitragen. Denn wie oben erwähnt wird Parodontitis durch den Biofilm (bakterielle Beläge) auf den Zähnen verursacht. Je effektiver man es also schafft, diesen Biofilm in Schach zu halten, desto geringer ist das Risiko, an Parodontitis zu erkranken. Die Grundlage dafür ist eine optimale Mundhygiene, die neben mindestens zweimal täglicher Reinigung der Zähne mit einer (elektrischen) Zahnbürste und Zahnpasta auch die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen beinhaltet. Zusätzlich kann eine antibakterielle Mundspüllösung eingesetzt werden. Eine weitere wichtige Säule ist die regelmäßige (mindestens zweimal pro Jahr) professionelle Zahnreinigung. Hier werden in Form einer Grundreinigung alle Ecken und Nischen der Mundhöhle von Zahnstein und Belägen befreit, sodass Sie diesen Zustand mit den häuslichen Mitteln aufrechterhalten können.


Wie kann man Parodontitis behandeln?

Ist man erst einmal an Parodontitis erkrankt, begleitet einen die Krankheit leider ein Leben lang. Wenn einmal Knochen verloren gegangen ist, lässt sich das meist leider nicht zurückbringen. Es gibt jedoch Mittel und Wege, den Krankheitsverlauf deutlich zu verlangsamen oder sogar zeitweise zum Stillstand zu bringen. Der wichtigste Schritt dafür ist das Erlernen und Anwenden einer idealen Mundhygiene. Denn nur wenn die bakteriellen Beläge regelmäßig und effizient entfernt werden, kann sich das Zahnfleisch wieder erholen. Dazu gehört die Verbesserung der häuslichen Mundhygiene sowie die professionelle Zahnreinigung mindestens zweimal pro Jahr. Zusätzlich führen wir eine Zahnfleischbehandlung durch. Dabei werden alle Zahnfleischtaschen gründlich gereinigt und desinfiziert, um ein entzündungsfreies Milieu zu erzeugen. In ausgeprägten Fällen muss das Zahnfleisch dafür aufgeklappt werden, um alle Stellen zu erreichen und zu reinigen. Im Idealfall bilden sich die Zahnfleischtaschen dadurch zurück, was den Zustand insgesamt verbessert. Im Laufe der Jahre kann es aber passieren, dass sich die Taschen wieder entzünden und tiefer werden, sodass die Zahnfleischbehandlung dann wiederholt werden sollte.

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